Die Reihe „Halo“ gehört für mich zu einem der wichtigsten und interessantesten fiktiven Universen, die ihre Ursprünge in einem Videospiel haben. Doch leider konnten mich die Spiele der letzten Jahre nicht mehr begeistern, und somit schwand auch das Interesse an Halo. Doch nur weil die Spiele keine guten Geschichten mehr erzählen, wollte ich mein geliebtes Universum nicht einfach aufgeben. Somit stürzte ich mich auf die Romane.

Als ich jünger war hab ich Videospiele und Bücher, warum auch immer, nie als komplementär betrachtet. Vermutlich, da ich mich grundsätzlich zu wenig mit Büchern beschäftigt habe und einfach lieber gezockt habe. Deshalb habe ich bis vor weniger Jahren nie eines der Halo Bücher gelesen, obwohl ich das Universum sehr interessant finde. Mein Erstes Halo Buch war „Halo: Die Schlacht um Reach*“ von Eric Nylund. Eine Pflichtlektüre für jeden Fan. Glücklicherweise war meine bessere Hälfte davon überzeugt, dass mir das Buch gefallen wird. Später folgten Eric Nylunds „Erstschlag*“ und „Geister von Onyx*„. Alle drei Bücher kann ich ohne Weiteres jedem empfehlen, der die Spiele mag oder mit dem Genre „Miliär-Sci-Fi“ etwas anfangen kann. Die Bücher fokussieren sich alle auf den Krieg gegen die Allianz und die Erschaffung der Spartans.

Viele Halo Fans werden mir zustimmen, dass die Zeitlinie des Krieges gegen die Allianz, Story technisch zum Highlight der gesamten Halo Geschichte gehört. Alles nachfolgende aber oft wenig interessant, schwammig und inkonsistent erzählt wurde. Halo 4 hat ein solides Fundament für eine interessante Weiterentwicklung des Universums gelegt, doch Halo 5 war für mich ein völliges Disaster. Rein als Videospiel betrachtet sowohl auch aus Story Perspektive wurde ich enttäuscht und Halo war erst einmal kein Thema mehr. Als Fan der ersten Stunde hat es geschmerzt ein geliebtes Universum zurückzulassen.

Vor einigen Monaten bin ich zufällig auf das Buch Halo: Die Gesandte* aufmerksam geworden. Ein Halo Buch, das in der „Nachkriegs- Zeitlinie“ spielt, von welcher ich enttäuscht bin. Geliebte Dinge aufgeben ist unschön, doch Bücher könnten doch dort einspringen wo Videospiele ihre Schwächen haben?. Das Buch erzählt die Geschichte eines Planeten, auf welchem sich Menschen und Sangheili (Eliten) angesiedelt haben. Beide Fraktionen mussten im Krieg flüchten und versuchen auf Carrow ein friedliches Leben zu führen. Außerdem, erzählt das Buch was aus den Spartan II Soldaten des „Grauen Teams“ geworden ist. Die einzigartige Perspektive des Romans von Tobias Buckell, hat mir in Erinnerung gerufen, wie interessant das Universum doch sein kann und somit mein Interesse wieder geweckt.

So enttäuscht ich auch von Halo 5 war, so zuversichtlich bin ich, dass Halo zumindest in Büchern spannend bleiben kann. Ich bin wieder begeistert, das nächste Buch schon bestellt und allen Halo Fans da draußen: Gebt den Büchern eine Chance, ihr werdet vielleicht positiv überrascht sein!

Beitragsbild von frankhong

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