mugman_running.pngMein Bruder Cuphead hatte schon immer etwas zu viel Zucker im Tee. Selbst als wir noch kleine Tassen waren, stürzte er uns immer wieder in Probleme. Streiche spielen, Risiken eingehen, das Leben voll auskosten, so war er schon immer.

Seine Augen leuchten voller Tatendrang wenn ihm etwas einfällt das uns mit Sicherheit in Schwierigkeiten bringt.  Da er nun mal mein Bruder ist stand ich ihm immer wieder bei, egal welchen Unsinn er vorhatte. Das macht man nun mal so richtig? Einmal haben wir die Nachbarskinder Platejoe und Disksue an einen Baum gefesselt, nur um sie etwas zu ärgern. Nun ja, es war nicht so lustig, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir wollten sie etwas erschrecken und haben mit unseren Fingern spielerisch auf sie gezielt. „Peng-peng!“. Wir wussten es ja nicht. Freunde sind wir nie geworden.

Diesmal ist das Ganze aber zu weit gegangen. Da war es wieder, sein leuchten in den Augen. Die Würfel sollten unser Schicksal besiegeln. Es kam, wie es kommen musste. Sein Spiel mit dem Teufel hat uns fast das Leben gekostet. Doch glücklicherweise hat uns dieses Monster einen Deal angeboten.  Nicht das wir eine Wahl hätten, also erledigen wir jetzt seine Drecksarbeit. Seine entflohenen Verrückten einsammeln. Was für eine Aufgabe für zwei junge Tassen. Voller Tatendrang machten wir uns auf um unsere Freiheit zurückzugewinnen. Unsere Jugendsünden scheinen sich jedoch herumgesprochen zu haben, überall wo wir hinkommen bewerfen uns die Leute mit ihren Sachen. Somit rennen und schießen wir uns den Weg frei. Was bleibt uns anderes übrig. Das ist der Deal.

Doch wenn ich gewusst hätte, was auf uns zukommt, hätte ich mich dem Teufel lieber ergeben. Seine Drecksarbeit könnte er dann selber machen, denn es ist nicht so einfach wie wir uns das anfangs vorgestellt hatten. Mein Finger glüht, mein Beine schmerzen und meine Augen sind bereits geschwollen. Der Gegenwind hinterlässt seine Spuren. Die haben doch einen Sprung in Ihrer Tasse! Immer wieder möchte ich aufgeben und meinen Bruder bitten endlich aufzuhören. Der Widerstand ist groß, die Aufgabe  schwierig. Wir liegen am Boden, doch er lächelt immer noch, unerschütterlich. Beeindruckend denke ich mir. Er will den Vertrag mit dem Teufel unbedingt erfüllen. Schließlich sind wir seinetwegen in dem Schlamassel. Er wird nicht aufgeben. Und ich helfe ihm dabei, reiße mich noch ein letztes Mal zusammen und springe und schieße so flink wie noch nie in meinem Leben. Wir können das schaffen.

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